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Stand: Oktober 2013

Errichtung eines Windparks mit drei Anlagen bei Rusová

Die Firma "Green Lines Rusova s.r.o." hat im Rahmen des deutsch-tschechischen Umweltschutzpilotprojekts "Windpark Rusová" auf dem Berg Lysa Hora bei Rusová (Erzgebirge) ungefähr 7 Kilometer von der tschechisch-deutschen Grenze entfernt einen Windpark mit drei Anlagen errichtet. Es wurden Anlagen mit insgesamt 7,5 Megawatt (2,5 Megawatt je Anlage) in einer Höhenlage (etwa 800 Meter über Normal-Null) installiert. Die Windkraftanlagen speisen ihren Strom in das Netz der "Severoceská energetíka" ein. Das Investitionsvolumen belief sich auf 6,7 Millionen Euro. Die Förderung erfolgte durch einen Investitionszuschuss in Höhe von 2 Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm Ausland des Bundesumweltministeriums.

Errichtung eines Windparks mit drei Anlagen (Nennleistung je 2,5 MW)

Projektdaten

Projektdauer

07/2005 - 06/2007

Fördernehmer

Green Lines Rusová s.r.o.

Land

Tschechische Republik

Fördersumme

2.000.000,00 Euro

Thema

Erneuerbare Energien

Unterthema

Windenergie

Kontakt

U Záběhlického zámku 46/4
106 00 Praha 10


Telefon: +420 272 760 862
Telefax: +420 272 760 863
Zur Internetpräsenz
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Ort/Region

Rusová

Kooperationspartner

Ministerium für Umwelt der Tschechischen Republik

Umweltinnovationsprogramm Ausland (Tschechische Republik)

Förderprogramm

Das Bundesumweltministerium unterstützt Investitionsprojekte im Ausland, mit denen sich unmittelbare Umweltschutzeffekte für Deutschland erzielen lassen oder die durch "Philosophietransfer" und möglichst große Multiplikatorwirkung die Bereitschaft zu Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen in den betreffenden Ländern erhöhen. Mit dem Umweltinnovationsprogramm Ausland sollen Umweltschutzpilotprojekte vor allem in den seit 2004 neuen EU-Ländern und den EU-Beitrittskandidaten finanziell gefördert werden. Dabei werden vor allem zwei Zielsetzungen verfolgt:

  1. unmittelbare, grenzüberschreitende Umweltschutzeffekte für Deutschland
  2. Maßnahmen gegen globale Klimaveränderungen

Mit den Projekten soll vor allem folgendes erreicht werden:

  • Philosophietransfer" für einen wirksamen Umwelt- und Klimaschutz im Rahmen der zu entwickelnden Kooperationsbeziehungen;
  • Multiplikatorwirkung mit Hilfe modellhafter kosteneffizienter Lösungen zur Verbesserung der Umweltsituation in diesen Ländern ("Leuchtturmprojekte");
  • Demonstration der praktischen Eignung und Leistungsfähigkeit neuer Produktionsanlagen und Verfahrenstechniken;
  • Verbesserung der Akzeptanz für den Umweltschutz in der Bevölkerung.

Mit dem Umweltinnovationsprogramm Ausland wird in erster Linie eine umweltpolitische Zielsetzung und keine Infrastrukturverbesserung, wie es beispielsweise bei entsprechenden EU-Programmen der Fall ist, verfolgt.

Zielgruppe

Forschungseinrichtung, Kommune, Unternehmen, Verband, Vereinigung, Öffentliche Einrichtung, Bildungseinrichtung

Wirkungsbereich

International

Fördergeber

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)

Partner Fördergeber

Ministerium für Umwelt der Tschechischen Republik

Ein besonderes Problem des Standortes war die Frosthäufigkeit und die daraus resultierende häufige Gefahr eines Eisansatzes auf den Rotorblättern. Die Windkraftanlagen wurden daher mit neuartigen Eissensoren zur Betriebsoptimierung und Gefahrenminderung ausgestattet. Weitere Innovationen des Projekts waren Klebefolien zum Erosionsschutz der Rotorblätter und der Einsatz eines neu entwickelten Hochleistungsgetriebeöls, das die Ölwechselintervalle verlängert und den Verschleiß des Getriebes reduziert. Diese Maßnahmen erhöhen langfristig auch die Energieerträge der Anlagen. Zur Erhöhung der Sicherheit ist zudem eine Nachtkennzeichnung in Form einer Befeuerung des jeweils höchsten Rotorblatts erstmals großtechnisch zum Einsatz gekommen. Die Anlagen sind auch besonders geräuscharm.

Eine Informationshütte in der Nähe des Standortes enthält neben Schautafeln auch eine Anzeige des erzeugten Stroms und der vermiedenen Kohlendioxidemissionen. In Absprache mit den benachbarten Gemeinden werden Führungen durch ausgebildetes Personal ermöglicht.
Nach Schätzungen unter Berücksichtigung des Energiemixes der konventionellen Kraftwerke in der Tschechischen Republik werden etwa die folgenden Emissionen vermieden:

Schwefeldioxid85,8 Tonnen pro Jahr
Stickoxide33,9 Tonnen pro Jahr
Kohlenmonoxid10,9 Tonnen pro Jahr
Kohlendioxid10.663 Tonnen pro Jahr
Staub2,2 Tonnen pro Jahr

 

Hinweise:

Die Errichtung der Windkraftanlagen wurde im Juni 2007 abgeschlossen.

Das Vorhaben setzte die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Tschechischen Republik fort. Es wurde auf der Grundlage eines Rahmenressortabkommens durchgeführt, welches die Umweltministerien beider Länder zur Vereinfachung der Durchführung weiterer Projekte im Februar 2004 geschlossen haben.

Abschlussbericht:

Abschlussbericht (PDF barrierefrei, 109 KB)